Seeländischer Jugendturntag Büttenberg 15. Juni 2014

Schon für 6.50 Uhr früh hatten wir den Margrit-Bus vor die Turnhalle Gals bestellt um die 17 Kinder und die Begleiter an den Jugitag Büttenberg zu bringen. Um 7 Uhr konnten wir losfahren. Das erste Problem war die Eingabe des Ziels im GPS des Busses. Wo ist Büttenberg? An der Büttenbergstrasse in Orpund deutete nichts auf ein Turnfest hin. In Orpund sahen wir dann die Wegweiser zum Festplatz. Da die Turntage von den Turnvereinen Orpund und Safnern organisiert wurden, benannten sie den Anlass nach dem Hausberg der beiden Orte, eben dem Büttenberg! Aha! Glücklich gelandet kam das nächste Problem. Wo genau befinden sich die Wettkampfplätze? Mit dem Plan aus dem Festführer konnten wir nicht wirklich viel anfangen auf dem weitläufigen Gelände rund um Wohnquartiere. Aber auch dieses Problem konnten wir mit vereinten Kräften lösen und und in der Nähe der Wettkampfplätze unser Basislager errichtet.

jututa14-11Die 17 Kinder hatten wir schon vorgängig in drei 4er-Gruppen und eine 5er-Gruppen eingeteilt. Das jeweils älteste der Kinder wurde zum Gruppenchef ernannt. Nun teilten wir jede Gruppe noch einer Leiterin zu, damit kein Kind seinen Auftritt verpasst.

jututa14-15Schon bald war es an der Zeit um mit dem Aufwärmen für den ersten Wettkampf anzufangen. Obwohl wir in den Jugistunden zuvor viel Zeit damit verbracht hatten die Disziplinen zu üben, waren viele Kinder am Ort des Geschehens völlig ratlos, was sie jetzt zu tun haben. Gut gelang es den Leiterinnen sie wieder auf die richtige Spur zu bringen.

Beim 3-Seelauf wird der erste Streckenteil mit 4er-Skis zurückgelegt und genau dies hatte beim Üben einige Probleme aufgegeben. Aber nun bewegten sich alle Teams sehr geschickt, im Takt des Gruppenchefs, um die Stange herum. Auch das Kriechen unter der Blache hindurch und das Befüllen der Röhre mit Wasser gelang allen Teams sehr gut und alle beendeten den Parcours mit dem Spurt über die Strohballen. Glücklich gingen wir wieder zu unserem Basislager zurück und die Kinder machten sich schon mal über die mitgebrachte Verpflegung her.

jututa14-28Schon eine Stunde später war der Start zum Zielwurf angesetzt. Hier gilt es einen Ball im Lauf über eine Latte in die andere Spielfeldhälfte zu werfen, eine Stange zu umrunden und auf dem Rückweg den Ball wieder mitzunehmen. Diese Runde wird von den vier Kindern so lange absolviert bis der Fänger, in unserem Fall die Leiterin, in der anderen Spielfeldhälfte 18 Bälle mit dem Kessel aufgefangen hat. Dann wird die Zeit gestoppt. Das heisst, je schöner und schneller die Kinder werfen und je geschickter der Fänger die Bälle auffangen kann, umso besser ist das Ergebnis. Die Bälle flogen über die Latte, dass es eine wahre Freude war den Kindern zuzusehen und auch die Leiterinnen stellten sich recht geschickt an.

jututa14-22Schön war auch, dass alle die gerade keinen Einsatz hatten, als Fans an der Seitenlinie standen und die Mitstreiter anfeuerten.

 

 

jututa14-37Nach einem Abstecher zum Basislager stand schon die dritte und letzte Disziplin auf dem Terminplan. Beim 4-Athlon starten die Kinder zwar auch im angestammten 4er-Team, aber jedes kann in seinem eigenen Tempo arbeiten und versuchen möglichst viele Punkte zu machen.

 

jututa14-48Die Kinder gaben wieder alles und hüpften ihre Runden im Sack, warfen Bälle und knüpften Bänder an die Stange, bis sie nach dem Schlusspfiff völlig ausgepumpt waren.

 

 

jututa14-05Jetzt hatten sie sich das Mittagessen wirklich verdient. Die Festwirtschaft hatte für die Jungturnerinnen und Jungturner Teigwaren mit Tomatensauce gekocht und natürlich hat es ihnen gemundet. Zum Dessert wurde dann noch Glace verteilt und alle waren restlos zufrieden.

 

 

jututa14-30jututa14-67Nun galt es die Zeit bis zu den Vorläufen der Seelandstafette zu überbrücken.
Die Kinder haben das sehr gut gelöst mit dem Verputzen der restlichen Vorräte aus den Taschen, Volleyballspielen, plaudern oder dösen.

 

jututa14-83Für die Seelandstafette hatten wir ein Team in der Kategorie E (Knaben und Mädchen unter 11 Jahren) angemeldet. Die 3 ältesten Mädchen waren leider zu alt für diese Kategorie und 8 Kinder aus der 2.bis 4. Klasse waren schon gesetzt. Die letzten 2 Startplätze wurden mit einem Rennen unter den sechs anwesenden 1. Klässlern vergeben. Das Rennen über die angrenzende Wiese ergab das eindeutige Ergebnis mit Fiona als schnellste, und Matthieu als zweitschnellstem Erstklässler. Die drittplatzierte Alexia war verständlicherweise sehr enttäuscht über das Ergebnis, hatte sie sich doch auch sehr berechtigte Hoffnungen auf einen Startplatz gemacht. Als kleiner Trost durfte sie Fahnenträgerin für die Jugi Gals sein während dem Rennen.
jututa14-88In der Kategorie E starteten 70 Team, das heisst, dass allein in dieser Kategorie 700 Kinder die zweimal 80 Meter über den Rasen zurücklegten. Die Jugi Gals war in der letzen Gruppe eingeteilt. So blieb noch genug Zeit um die korrekte Stabübergabe noch einmal zu repetieren und die Start- und Zielläufer zu bestimmen. Der jüngste Läufer, Matthieu, wurde als Startläufer ernannt, Simon, der Älteste, wurde Schlussläufer. Wie immer war es eine wahre Freude den Kindern beim Sprinten zuzusehen. Jedes, wirklich jedes, war hochmotiviert und mit vollem Einsatz dabei und flog fast über den Rasen und die Stabübergaben funktionierten fehlerfrei. Besonders viel Freude macht dies bei Kindern, die sonst nicht gerade mit besonders grosser Konzentration auffallen. Als dann bei der Bekanntgabe der Finalläufe, die Jugi Gals aufgerufen wurde, war der Jubel natürlich riesig. Die Jugi Gals war schneller gelaufen als 60 andere Jugendriegen und durfte noch einmal gegen die Schnellsten antreten! Die Kinder gingen wiederum hoch konzentriert an den Start. Unter tosendem Applaus lief unser Schlussläufer Simon als 7. oder 8. über die Ziellinie. Da es keine offizielle Rangliste gibt, ist der Schlussrang nicht ganz klar aber eigentlich auch egal. Es war sowieso eine Spitzenleistung von unserem zusammengewürfelten Team!
jututa14-09Da war es auch nicht mehr so schlimm, dass die Rangverkündigung für die Vereinswettkämpfe wie gewohnt ohne die Jugi Gals auf dem Podest abgehalten wurde. Aber die Anwesenheit bei der Rangverkündigung gehört einfach dazu und ist von Seiten der Organisatoren erwünscht. Nach der Rangverkündigung konnten die Resultatblätter abgeholt werden und wir konnten den Jugendriegelern das erfreuliche Resultat aus den Vereinswettkämpfen mitteilen: Rang 7 von 16 Teams. Auch dies ist ein super Resultat! Nun mussten wir das Basislager räumen und unseren Bus suchen. Zum Glück hatte unser Fahrer Verständnis dafür, dass wir nach der abgemachten Zeit erschienen sind und hat den schnatternden und kichernden Haufen Kinder sicher zurück nach Gals chauffiert.
jututa14-34Ich danke den Leiterinnen Nadine Freudiger, Nicole Herren und Sonia Ledermann für die Begleitung an diesen speziellen Anlass. Auch Sarah Freudiger hat sich erfolgreich zweigeteilt und ist zwischen der Jugi Gals und der Jugi Vinelz hin und her gependelt. Immer begleitet von Maskottchen Arco. Zur Freude der Kinder hat uns auch Reto Freudiger begleitet. Retzgi musste oft als lebendige Kletterstange herhalten, was sehr anstrengend gewesen sein muss. Ein besonderer Dank gebührt Sonja Jäggli vom TV Gampelen. Dank ihr konnten wir uns überhaupt erst für den Jugendturntag anmelden, da sie für uns die Rolle des brevetierten Kampfrichters übernommen hat. Vielen Dank auch an Roland Hämmerli, der auch sehr früh aufgestanden ist, um als Helfer zu amten. Auch einige Eltern haben den Weg nach Orpund gefunden um die Kinder zu unterstützen. Diese Unterstützung wird von den Kindern und den Leiterinnen sehr geschätzt.
Es war ein wunderbarer Tag in Orpund und wir hoffen auf eine Wiederholung im 2015. Für die Jugi Gals, Pia Bongni.

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